Choreografien der Seele

Körper, Geist undSeele in Interaktion

Phänomenologische Aufstellungen

Die Choreografien der Seele sind die Antwort des neuen Familienstellens auf die tieferen Einblicke in die übergeordneten Lebensbereiche des Menschen. Im Allgemeinen hört Familienstellen dort auf, wo die Grenzen des guten und schlechten Gewissens erreicht werden. Hier kann Heilung nur im Kontext eines guten Gewissens erfolgen. In den Choreografien der Seele öffnen wir den Zugang zur tieferen archaischen Dimension der Seele – einer universellen, heilenden Liebeskraft, die keiner Vergebung bedarf.

Hier wirkt der Therapeut vielmehr als Dramaturg, der bei den Inzenierungen der Seele den roten Faden nie aus den Augen verliert und als Vermittler zwischen Bild, Bewegung und Aufsteller wirkt.
Lassen sich die Stellvertreterinnen mit ganzer Hingabe auf das Aufstellen ein, so kommen sie oft in einen Bewegungszyklus, der nicht mehr bewusst zu steuern ist. Sie „gehen mit dem Geist“. Dabei lassen sie ihre eigenen Erfahrungen hinter sich und bleiben ganz in der Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments. Aus den sich zeigenden „Bewegung der Seele“ ergeben sich oft Lösungen, die – wenn sie gelingen – im Einklang mit einer archaischen Kraft, die größer ist als wir selbst, stehen. Lösungen jenseits des Guten – Hinbewegungen zur Liebe.

Wie in der Vergangenheit auch, können alle Anliegen aufgestellt werden.
Die neuen Einsichten zum Stellen bewirken jedoch eine größere Tiefe der Bilder und lassen die generationsübergreifenden Liebes-Bewegungen innerhalb der Familie erkennen und heilen.
Der Therapeut greift in das Bewegungsbild nur noch minimal invasiv ein, damit der Eigenbewegung der Seele so viel Raum gegeben wird, wie sie beansprucht.